Etiketten sollten trocken, sauber, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt und möglichst in ihrer Originalverpackung gelagert werden. Eine konstante Raumtemperatur und eine moderate Luftfeuchtigkeit helfen dabei, die Eigenschaften von Etikettenmaterial und Klebstoff zu erhalten. Vor der Verarbeitung sollten sich die Etiketten außerdem an das Klima des Produktionsraums anpassen können.
Die richtige Lagerung ist entscheidend für eine zuverlässige Verarbeitung. Ungeeignete Bedingungen können dazu führen, dass sich Etiketten verformen, schlecht vom Trägermaterial lösen, nicht mehr zuverlässig haften oder beim Bedrucken Probleme verursachen. Mit einigen grundlegenden Maßnahmen lassen sich Qualitätsverluste und Produktionsstörungen vermeiden.
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Warum ist die richtige Lagerung von Etiketten wichtig?
Ein Etikett besteht in der Regel aus mehreren aufeinander abgestimmten Komponenten:
- Obermaterial
- Druckfarbe oder Thermotransferdruck
- Klebstoff
- Trägermaterial
- mögliche Schutzschichten und Veredelungen
Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Licht, Staub und mechanische Belastungen können diese Bestandteile beeinflussen. Besonders empfindlich reagieren selbstklebende Etiketten, Thermodirektetiketten und Spezialetiketten auf ungünstige Lagerbedingungen.
Eine sachgerechte Lagerung trägt dazu bei, dass:
- der Klebstoff seine Haftkraft behält
- die Etiketten plan und formstabil bleiben
- Barcodes und Texte gut lesbar sind
- sich die Etiketten störungsfrei bedrucken und spenden lassen
- Rollen nicht verkleben oder sich verformen
- Ausschuss und Maschinenstillstände vermieden werden
Wie sollten Etiketten gelagert werden?
Für die meisten Etiketten empfiehlt sich ein sauberer, trockener und gleichmäßig temperierter Lagerraum. Extreme Temperaturschwankungen sollten vermieden werden. Die konkreten Anforderungen hängen jedoch immer vom Etikettenmaterial, Klebstoff, Druckverfahren und späteren Einsatzbereich ab.
Als grundlegende Lagerregeln gelten:
| Einflussfaktor | Empfehlung |
|---|---|
| Temperatur | Möglichst konstant und entsprechend den Herstellerangaben |
| Luftfeuchtigkeit | Moderates und stabiles Raumklima |
| Sonnenlicht | Vor direkter UV-Strahlung schützen |
| Verpackung | Bis zur Verwendung in der Originalverpackung belassen |
| Staub und Schmutz | In einer sauberen, geschlossenen Umgebung lagern |
| Lagerposition | Etikettenrollen stabil und ohne hohen Druck lagern |
| Lagerdauer | Ältere Bestände zuerst verwenden |
| Produktionsklima | Vor der Verarbeitung ausreichend akklimatisieren |
Die Angaben des jeweiligen Etikettenherstellers haben grundsätzlich Vorrang. Spezialmaterialien und besondere Klebstoffsysteme können abweichende Lagerbedingungen erfordern.
Etiketten in der Originalverpackung aufbewahren
Etikettenrollen sollten möglichst lange in ihrer ursprünglichen Verpackung bleiben. Die Verpackung schützt sie vor Staub, Licht, Feuchtigkeit und mechanischen Beschädigungen.
Bereits geöffnete Rollen sollten nach der Verwendung wieder geschützt verpackt werden. Das gilt besonders für Produktionsbereiche, in denen Staub, Feuchtigkeit oder starke Temperaturschwankungen auftreten.
Auch lose Etikettenbögen sollten flach, sauber und geschützt aufbewahrt werden. Werden sie schräg oder unter hohem Gewicht gelagert, können sie sich verformen. Das erschwert später den Einzug in das Drucksystem.
Etikettenrollen richtig positionieren
Rollenetiketten dürfen bei der Lagerung nicht gequetscht oder durch schwere Gegenstände belastet werden. Eine verformte Rolle kann im Etikettendrucker oder in einer automatischen Etikettieranlage ungleichmäßig ablaufen.
Das kann verschiedene Folgen haben:
- schiefer Materiallauf
- ungenaue Druckpositionen
- Probleme beim Ablösen vom Trägermaterial
- fehlerhafte Etikettierung
- Unterbrechungen im Produktionsprozess
Die Rollen sollten deshalb stabil, sauber und so gelagert werden, dass Rollenkern, Kanten und Etikettenmaterial nicht beschädigt werden.
Welche Rolle spielen Temperatur und Luftfeuchtigkeit?
Etikettenmaterialien reagieren auf Veränderungen des Raumklimas. Papier kann Feuchtigkeit aufnehmen oder abgeben. Dadurch können sich Etiketten wellen, zusammenziehen oder ausdehnen. Auch Folienmaterialien und Klebstoffe können durch sehr hohe oder niedrige Temperaturen beeinflusst werden.
Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit kann Papieretiketten verformen und die Verarbeitung erschweren. Bei zu trockener Luft können statische Aufladung und Materialprobleme auftreten. Starke Temperaturschwankungen sollten ebenfalls vermieden werden, da sich Feuchtigkeit auf oder innerhalb der Verpackung bilden kann.
Die optimalen Werte unterscheiden sich je nach Material. Deshalb sollten die technischen Datenblätter und Lagerhinweise für das jeweilige Etikett beachtet werden.
Etiketten vor der Verarbeitung akklimatisieren
Werden Etiketten aus einem kalten Lager direkt in einen warmen Produktionsraum gebracht, können Temperaturunterschiede die Materialeigenschaften und Verarbeitung beeinflussen. Deshalb sollten die Rollen vor dem Druck oder der Etikettierung ausreichend Zeit erhalten, sich an das Klima des Einsatzortes anzupassen.
Die Etiketten bleiben dabei idealerweise zunächst in ihrer geschlossenen Verpackung. So lässt sich das Risiko von Kondenswasser reduzieren. Wie lange die Akklimatisierung dauern sollte, hängt von der Temperaturdifferenz, Rollengröße und Materialart ab.
Selbstklebende Etiketten und Haftetiketten lagern
Bei selbstklebenden Etiketten ist die Lagerung besonders wichtig, weil sowohl das Obermaterial als auch der Klebstoff und das Trägermaterial ihre Eigenschaften behalten müssen.
Hitze kann Klebstoffe weicher machen. Sehr niedrige Temperaturen können ihre unmittelbare Haftung beeinträchtigen. Durch hohen Druck innerhalb eines Rollenstapels kann außerdem Klebstoff an den Kanten austreten.
Haftetiketten sollten daher:
- vor Wärmequellen geschützt werden
- nicht in direkter Sonne liegen
- keiner starken Kälte ausgesetzt sein
- nicht unter schweren Gegenständen lagern
- sauber und möglichst originalverpackt bleiben
- innerhalb der empfohlenen Lagerdauer verarbeitet werden
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Lager- und Anwendungstemperatur. Ein Etikett kann für den späteren Einsatz in einer kalten oder heißen Umgebung geeignet sein, trotzdem aber andere Bedingungen für Lagerung und Aufbringung benötigen.
Thermodirektetiketten vor Wärme und Licht schützen
Thermodirektetiketten besitzen eine wärmeempfindliche Beschichtung. Das Druckbild entsteht durch gezielte Wärmeeinwirkung im Druckkopf. Genau deshalb können ungeeignete Lagerbedingungen die Etiketten bereits vor der Verwendung oder das spätere Druckbild beeinträchtigen.
Thermodirektetiketten sollten besonders vor folgenden Einflüssen geschützt werden:
- direkter Sonneneinstrahlung
- Hitze und Wärmequellen
- bestimmten Chemikalien
- Fetten und Ölen
- weichmacherhaltigen Materialien
- länger anhaltender Feuchtigkeit
Für Anwendungen mit langer Kennzeichnungsdauer oder hoher Beanspruchung kann ein Thermotransferdruck mit geeigneter Farbbandqualität die bessere Lösung sein.
Thermotransferetiketten und Farbbänder gemeinsam betrachten
Beim Thermotransferdruck müssen Etikettenmaterial und Thermotransferfolie aufeinander abgestimmt sein. Auch bei richtiger Lagerung kann eine ungeeignete Kombination zu schwachem Druck, geringer Kratzfestigkeit oder schlecht lesbaren Barcodes führen.
Thermotransferfarbbänder sollten ebenfalls trocken, staubgeschützt und entsprechend den Herstellerangaben gelagert werden. Beschädigte oder verschmutzte Farbbänder können das Druckbild beeinträchtigen und im ungünstigen Fall den Druckkopf belasten.
Label Motion unterstützt bei der Auswahl einer geeigneten Kombination aus Etikettenmaterial, Klebstoff, Farbband und Drucksystem.
Etiketten nach dem First-in-first-out-Prinzip verwenden
Etiketten besitzen keine unbegrenzte Lagerfähigkeit. Insbesondere Klebstoffe verändern sich mit der Zeit. Deshalb empfiehlt sich das First-in-first-out-Prinzip: Die zuerst eingelagerten Rollen werden auch zuerst verarbeitet.
Für eine nachvollziehbare Lagerverwaltung sollten Etikettenbestände eindeutig gekennzeichnet werden. Sinnvolle Angaben sind:
- Artikelnummer
- Materialbezeichnung
- Produktions- oder Lieferdatum
- Chargennummer
- Verwendungszweck
- empfohlene Lagerdauer
Eine strukturierte Bestandsführung erleichtert außerdem die Rückverfolgbarkeit und verhindert, dass alte Rollen unbemerkt im Lager verbleiben.
Häufige Fehler bei der Etikettenlagerung
Zu den häufigsten Lagerfehlern gehören:
- Aufbewahrung in direkter Sonneneinstrahlung
- Lagerung neben Heizungen, Toren oder kalten Außenwänden
- offene Rollen in staubiger Produktionsumgebung
- starke Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen
- Quetschen oder unsachgemäßes Stapeln der Rollen
- fehlende Akklimatisierung vor der Verarbeitung
- Überschreitung der empfohlenen Lagerdauer
- gemeinsame Lagerung mit Chemikalien oder Lösungsmitteln
- Verwendung ungeeigneter Etiketten für den geplanten Einsatzbereich
Treten wiederholt Probleme beim Drucken, Spenden oder Aufkleben auf, sollte deshalb nicht nur die Maschine geprüft werden. Auch Lagerung, Materialkombination, Oberfläche und Verarbeitungstemperatur müssen berücksichtigt werden.
Welche Etiketten benötigen besondere Lagerbedingungen?
Besondere Aufmerksamkeit benötigen unter anderem:
- Thermodirektetiketten
- Tiefkühletiketten
- ablösbare Etiketten
- Sicherheitsetiketten
- mehrlagige Etiketten
- Booklet-Etiketten
- chemikalienbeständige Industrieetiketten
- Etiketten mit speziellen Veredelungen
- Lebensmittel- und Pharmaetiketten
- besonders dünne Folienetiketten
Für solche Anwendungen sollten die Lager- und Verarbeitungshinweise bereits bei der Produktauswahl geklärt werden. Entscheidend ist nicht nur, wo das Etikett später eingesetzt wird, sondern auch, auf welcher Oberfläche und unter welchen Bedingungen es aufgebracht, bedruckt und gelagert wird.
Checkliste: Etiketten richtig lagern
Vor der Einlagerung und Verarbeitung sollten Unternehmen diese Punkte prüfen:
- Ist der Lagerraum sauber, trocken und gleichmäßig temperiert?
- Sind die Etiketten vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt?
- Bleiben ungeöffnete Rollen in ihrer Originalverpackung?
- Werden angebrochene Rollen wieder staubgeschützt verpackt?
- Sind die Rollen vor Druck und Verformung geschützt?
- Werden ältere Lieferungen zuerst verarbeitet?
- Sind Chargen und Lagerdaten nachvollziehbar dokumentiert?
- Können sich die Etiketten vor der Verarbeitung akklimatisieren?
- Werden die individuellen Herstellerangaben berücksichtigt?
- Passen Etikettenmaterial, Klebstoff, Farbband und Drucksystem zusammen?
Fazit: Richtige Lagerung sichert zuverlässige Etikettierprozesse
Etiketten sollten trocken, sauber, lichtgeschützt und unter möglichst konstanten klimatischen Bedingungen gelagert werden. Die Originalverpackung schützt das Material bis zur Verarbeitung. Eine ausreichende Akklimatisierung und die Verwendung älterer Bestände nach dem First-in-first-out-Prinzip reduzieren zusätzliche Risiken.
Da Papier, Folien, Klebstoffe und Beschichtungen unterschiedlich reagieren, gibt es keine universelle Lagerempfehlung für jede Etikettenart. Entscheidend sind immer die konkrete Materialkombination, der spätere Einsatzbereich und die Vorgaben des Herstellers.
Häufig gestellte Fragen zur Lagerung von Etiketten
Wie lange können Etiketten gelagert werden?
Die mögliche Lagerdauer hängt von Obermaterial, Klebstoff, Trägermaterial und Lagerbedingungen ab. Maßgeblich sind die Angaben des Herstellers. Ältere Bestände sollten grundsätzlich zuerst verarbeitet werden.
Müssen Etiketten bei Raumtemperatur gelagert werden?
Für viele Standardetiketten ist ein gleichmäßig temperierter Innenraum geeignet. Extreme Wärme, Kälte und starke Temperaturschwankungen sollten vermieden werden. Spezialetiketten können abweichende Anforderungen haben.
Warum lösen sich gelagerte Etiketten schlecht vom Trägerpapier?
Mögliche Ursachen sind Feuchtigkeit, hohe Temperaturen, mechanischer Druck, eine überschrittene Lagerdauer oder eine ungeeignete Materialkombination. Auch eine verformte Etikettenrolle kann die Ablösung beeinträchtigen.
Dürfen Etikettenrollen gestapelt werden?
Etikettenrollen dürfen nur so gelagert werden, dass sie nicht gequetscht oder verformt werden. Hoher Stapeldruck kann Rollenkanten, Klebstoff und Materiallauf beeinträchtigen.
Wie lange müssen Etiketten vor der Verarbeitung akklimatisieren?
Das hängt von Material, Rollengröße und Temperaturunterschied ab. Bei starken Unterschieden zwischen Lager und Produktion sollte ausreichend Zeit für die Anpassung eingeplant werden. Die Verpackung bleibt dabei zunächst geschlossen.
Wie werden Thermodirektetiketten richtig gelagert?
Thermodirektetiketten müssen besonders vor Wärme, UV-Licht, Feuchtigkeit, Fetten, Ölen und bestimmten Chemikalien geschützt werden. Diese Einflüsse können die wärmeempfindliche Beschichtung und das Druckbild verändern.
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